Sprechstunden Sommersemester 2016

Prof. Dr. Cordula Nolte
Donnerstags, 16-17 Uhr
Es hängen Listen zur Anmeldung aus.

 

Dr. Jan Ulrich Büttner

Mittwochs, 10-12 Uhr

Es hängen Listen zur Anmeldung aus.

Creative Unit “Homo debilis. Dis/ability in der Vormoderne”

unter der Leitung von

Prof. Dr. Cordula Nolte – Prof. Dr. Uta Halle – PD Dr. Sonja Kerth

Die Arbeitsgruppe „Homo debilis” verfolgt das Ziel, eine systematische Dis/ability History der Vormoderne im interdisziplinären Verbund zu erarbeiten. Als Creative Unit, die bis 2016 mit Mitteln der Exzellenzinitiative gefördert wird, untersuchen wir Phänomene körperlicher, seelischer und geistiger Abweichung anhand der Leitfrage, inwieweit „Behinderung” bzw. „Beeinträchtigung” Kategorien gesellschaftlicher Differenzierung und Ordnung in vormodernen Gesellschaften bildeten. Wie auch die Schreibweise „Dis/ability” in Anlehnung an Anne Waldschmidt und andere signalisiert, steht dabei die gemeinsame Analyse von „Behinderung” und „Nichtbehinderung” im Mittelpunkt. Im Unterschied zur Kategorie Gender, die in der historischen Erforschung aller Epochen mittlerweile selbstverständlich geworden ist, gilt Dis/ability immer noch als ein spezifisch modernes Phänomen. Im Rahmen der Creative Unit soll Dis/ability History hingegen als Element einer umfassenden Sozial- und Kulturgeschichte des Körperlichen verstanden werden, die mit der Frage danach, inwiefern Gesellschaft im Bereich des Körperlichen „stattfindet”, das gesellschaftliche und kulturelle Ganze zu erfassen sucht. Dis/ability wird dabei als eine neue, grundlegende Analysekategorie historischer Forschungen auch für die Vormoderne nutzbar gemacht.

Weitere Informationen unter:

www.homo-debilis.de

Internationales, interdisziplinäres Symposium an der Universität Bremen am 23. und 24. November 2012

Dis/ability in der Vormoderne.
Quellen – Methoden – Grundsatzfragen.
Internationales, interdisziplinäres Symposium
an der Universität Bremen

Disability in Pre-Modern Societies:
Materials, Problems, and Approaches.
International, Interdisciplinary Symposium
at the University of Bremen

23./24. November 2012 (GW 2, Raum B 2770)
Veranstalter: Forschungsgruppe Homo Debilis

Inhalte – Ziele – Programm / Perspectives and Programme

Die interdisziplinäre Bremer Forschungsgruppe „Homo debilis” untersucht seit fünf Jahren Phänomene der Gebrechlichkeit, Bedürftigkeit, Schwäche und Gefährdung des menschlichen Körpers in Mittelalter und Früher Neuzeit. Dabei wurde deutlich, dass die modernen Begriffe “Behinderung” und “Beeinträchtigung” die historische Beschäftigung mit dem Thema eher verstellen. Und doch finden sich in den Quellen zahlreiche Hinweise auf die Wahrnehmung von und den Umgang mit längerfristig erkrankten, versehrten oder pflegebedürftigen Menschen. Dieser Komplex kann nur durch eine Öffnung zu einer umfassend verstandenen Dis/ability History in seiner ganzen Breite erforscht werden. Im Zentrum steht dabei die Frage, inwieweit die Analysekategorie Dis/ability auf die Vormoderne (ca. 500 bis ca. 1800) angewendet werden kann. Bislang konzentrierte sich die Forschungsrichtung Dis/ability History auf die Untersuchung der Moderne. Ihr fehlen zur Zeit noch die Schlüsselbegriffe und das methodische Instrumentarium, um Dis/ability in der Vormoderne zu erfassen. Dieser Problematik widmeten sich Nachwuchswissenschaftler_innen und etablierte Forscher_innen bei der Tagung „LeibEigenschaften. Phänomene der ‚Behinderung‘ im Alltag der Vormoderne” (Bremen, März 2012). Hier wurden erste Grundlagen für eine systematische Dis/ability History der Vormoderne geschaffen. Darauf aufbauend sollen bei dem Symposium im November nunmehr systematisch grundsätzliche Fragen im Umgang mit den Quellen und den Methoden ihrer Erschließung bearbeitet sowie spezifische Begriffe, Konzepte und Ansätze entwickelt werden, die sich für das Mittelalter und die Frühe Neuzeit eignen. Das Symposium dient somit als Ideenschmiede, in der die hiesige Forschungsgruppe zusammen mit ihren internationalen Kooperationspartner_innen das Vorhaben, den Standort Bremen zum Zentrum der Dis/ability History der Vormoderne auszubauen, entscheidend vorantreibt.

The interdisciplinary Research Group “Homo debilis” at the University of Bremen studies phenomena of physical infirmity and frailty in medieval and early modern societies, combining historical approaches to the body in need with the concept of the endangered body. During the past five years, it became apparent that our source material offers detailed insight into the treatment and social regard of chronically ill and infirm persons and those in need of lifelong care. A comprehensive, cross-epochal Disability History encompasses this broad field of research. So far, however, Disability History has mainly focused onto the modern period. Therefore we want to pose the question how disability, as an analytical category, can be systematically applied to the pre-modern era (ca. 500 to ca. 1800).
The participants of the international conference “LeibEigenschaften. Phänomene der ‘Behinderung’ im Alltag der Vormoderne” (Bremen, March 2012) already engaged in this discussion, establishing the groundwork of pre-modern Disability History in a wide perspective. Subsequently, our current symposium will be dedicated to systematic approaches concerning our specific source material and methodologies as well as concepts and definitions suitable to the Middle Ages and the Early Modern Period. We are looking forward to combine ideas and perspectives of our research group at the University of Bremen with those of our international fellows and associates.

Programm

Freitag, 23. November 2012

13.00 Eröffnung
Prof. Dr. Tassilo Schmitt, Dekan des FB 8: Grußwort
Prof. Dr. Cordula Nolte: Einführung

Zugangsweisen/Approaches

Moderation
Chair: Dr. Elsbeth Bösl, TU München

13.15 Bianca Frohne, Universität Bremen:
Dis/ability as a Social and Cultural Phenomenon in 16th Century Germany.
Explorations into the Field of Pre-Modern Disability History

14.00 Dr. Irina Metzler, Swansea University:
Disability in the Middle Ages and Cultural History

14.45 Kaffeepause/Coffee Break

Vorstellung, Diskussion und Begutachtung der Creative Unit/Presentation, Discussion and Evaluation of the Creative Unit

15.00 Prof. Dr. Cordula Nolte: Inhalte und Ziele des Vorhabens

15.15 Diskussion mit Gästen resp. Gutachter_innen sowie mit Vertreter_innen der
Forschungskommission und der Universitätsleitung

16.15 Kaffeepause/Coffee Break

16.30 Gespräch der gutachtenden Gäste mit Vertreter_innen der Hochschulleitung
Alltagserfahrungen und Lebenszyklus/Daily Experiences and Life Course

Moderation
Chair: Prof. Dr. Uta Halle, Universität Bremen

17.00 Prof. Dr. Kay Peter Jankrift, Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung, Stuttgart:
Das erloschene Gotteslicht. Blinde und Blindheit in vormodernen Gesellschaften

17.45 Dr. Susi Ulrich-Bochsler, Universität Bern:
Kranke Kinder – Aussagen der Gräberfunde

18.30 PD Dr. Wolf-Rüdiger Teegen, LMU München:
Disability and Reproduction – Some Thoughts on a Neglected Disability Research
20.00 Gemeinsames Abendessen/Dinner

Samstag, den 24. November 2012
Individuen und Gruppen/Individuals and Social Groups

Moderation
Chair: PD Dr. Swantje Köbsell, Universität Bremen

8.30 Friederike Stöhr, Universität Freiburg:
Körperlich versehrte (Welt-)Geistliche im Spätmittelalter

9.15 Prof. Dr. Christian Laes, Universität Antwerpen:
A Jester/Dwarf at the Court of Attila the Hun – Evidence of a Mental
Problem

10:00 Kaffeepause/Coffee Break
Zeiten und Räume: England im Mittelalter/Periods and Regions: Medieval England

Moderation
Chair: Prof. Dr. Gabriele Lingelbach, Universität Bamberg

10.15 Dr. Christina Lee, University of Nottingham:
Anglo-Saxon Disability – The Limits of Knowledge

11.00 Prof. Dr. Wendy J. Turner, Augusta State University:
Physically Disabling Mental Health Conditions in Medieval England

11.45 Kaffeepause/Coffee Break
Repräsentationen/Representations

Moderation
Chair: Dr. Alexandra Tacke, HU Berlin

12.00 PD Dr. Sonja Kerth, Universität Bremen:
Trauma und mittelhochdeutsche Dichtung – eine Mesalliance?

12.45 PD Dr. Ursula Kundert, Universität Bern:
Der schwache Ritter

13.30 Gemeinsames Mittagessen/Lunch
Organisation
Prof. Dr. Cordula Nolte
Universität Bremen
Institut für Geschichtswissenschaft/Fachbereich 8
Mittelalterliche Geschichte
Bibliotheksstr. 1
28359 Bremen

Telefon: 0421/218-67018 (Sekretariat Frau Heckelen)
0421/218-67231 (Dr. Jan Ulrich Büttner)

Tagungsort/Symposium Place: GW2, Raum B2770

Sonstige Informationen/Further information:
Verbindungen zum Hauptbahnhof, Innenstadt und Flughafen
Connections to the main station, city and airport:

Straßenbahn: Linie 6 – fährt über den Hauptbahnhof in die Innenstadt, dann weiter zum Flughafen. Die Linie 6 fährt zwischen 7.00 und 19.00 Uhr alle 10 Minuten.
Haltestelle: Universität Zentralbereich (Glashalle).
Fahrpreise:
Einzelfahrt 2,35 €
Tagesticket 6,50 €
Tickets sind erhältlich am Automaten in der Bahn.

Tram/Streetcar: no. 6: airport – city – main station – university and back.
No. 6 starts every 10 minutes between 7 a.m.and 7 p.m. from each station.
Stop: Universität Zentralbereich (Glass Hall)
Stop Hotel: Universum
Single ticket: 2,35 €
Day pass: 6,50 €
Tickets can be bought in the tram at an automat. Ec-Cards and Master Card are accepted.
ATLANTIC Hotel Universum
Wiener Strasse 4
28359 Bremen. Telefon: 0049 (0) 421 / 2467 0 – www.atlantic-hotels.de/universum

The hotel is to be seen at the bottom of the map on the left side. It will take about 5 minutes from the tram to the hotel, from the hotel nearly 10 minutes to the central area of the university (GW2). Tram stop: Universum

Nächste Einträge »